Häufig gestellte Fragen


Was ist der wahrscheinlichste Grund für meine Krampfadern?

Der häufigste Grund für Ihre Krampfadern der unnatürliche Abwärtsblutfluss einer Ihrer großen oberflächlichen Beinvenen. Das System aus oberflächlichen und tiefen Venen garantiert bei den meisten Menschen eine gute Blutzirkulation in den Beinen, und das zu jeder Zeit: im Stehen und Sitzen gegen die Schwerkraft, selbst bei starker sportlicher Belastung – ein wahres Wunder der Natur!

Leider gerät bei vielen PatientInnen der oberflächliche Blutfluss ins Stocken, wenn eine dieser großen oberflächlichen Venen meist aufgrund von Venenklappenschwächen nicht mehr richtig funktioniert. Wie im Straßenverkehr kommt es zu einem Rückstau, welcher sich durch die Gefäßausweitung in den großen (=Krampfadern) aber auch in den kleinsten Venen (=Besenreiser) bemerkbar machen kann.

Die Diagnose kann schnell, unkompliziert und schmerzlos mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung gestellt werden.


Was kann ich gegen meine Krampfadern tun?

Kompression der Beine durch Strümpfe, Medikamente und die richtige Lebensweise mildern zwar die Beschwerden, Abhilfe verschaffen aber nur Entfernung oder Verschluss der verursachenden Venen. Dies kann durch eine Operation (Schnitt in der Leiste, Stripping, Mikrophlebektomie…) geschehen. Wünscht man diese nicht, kamen bis vor wenigen Jahren ausschließlich sogenannte „thermische“ Methoden zur Anwendung.

Inzwischen ist es möglich, nicht nur kleinere Krampfadern und Besenreiser sondern selbst schwere Erkrankungsformen (ausgedehnte Krampfadern, Hautveränderungen und offene Beine) ohne Operation oder Hitzemethoden zu behandeln.


Fehlt die betroffene Vene nicht, wenn sie verschlossen wurde?

Nein, ganz im Gegenteil: der Blutfluss im Bein wird entlastet, denn die betroffenen Venen gehören zum oberflächlichen System: dessen einzige Aufgabe ist der Abtransport von Blut in die tiefen Venen. Krampfadern nehmen an diesem Abtransport jedoch nicht mehr teil und können daher verschlossen werden. Auch bei einer Operation wird lediglich die erkrankte Vene entfernt.


Wie funktioniert eine Sklerosierung=Verödung und was passiert mit der verschlossenen Vene?

Einfach ausgedrückt wird die Venenwand von innen mit einem Medikament so verändert, dass die Vene im Laufe der nächsten Wochen zusammenschrumpft und an ihrer Stelle nur ein dünner Bindegewebsstrang verbleibt. Die Dauer dieses Prozesses hängt von der ursprünglichen Größe ab.

In sehr großen Krampfadern und den stark durchflossenen Stammvenen kann sich das Mittel sehr schnell verdünnen und nicht richtig wirken. Daher verwende ich in diesen Fällen MOCA oder VenaSeal, welche bereits nach einer Behandlung eine Verschlussrate aufweisen, welche der einer Operation oder Hitzeverödung entspricht.


Was ist besser: Veröden oder Hautlasern?

Mit Ausnahme der Augen- und Nasenregion ist die (Schaum-)Sklerosierung von Besenreisern und kleinen bis mittelgroßen Venen dem Hautlaser am ganzen Körper (somit auch an Händen, Brust, Bauch…) überlegen.


Ich habe mich vor ein paar Jahren operieren/veröden/lasern lassen und jetzt habe ich neue Krampfadern/Besenreiser!

Es handelt sich bei der chronischen venösen Insuffizienz um eine Erkrankung, welche immer wieder an neuen Stellen auftreten kann. Das liegt an dem unter der Haut mehrstöckig weit verzweigten Venen-Netzwerk, in welchem das Blut der Schwerkraft folgend immer wieder einen Schwachpunkt findet und sich an dieser Stelle zurückstaut, was zur Erweiterung führt. Selbst wenn sämtliche insuffizienten Stammvenen, Seitenäste und Perforatoren entfernt würden, bestünde die Wahrscheinlichkeit eines Neuauftretens. Der Vorteil der von mir angebotenen Methoden besteht in der beliebigen Wiederholbarkeit des Eingriffes ohne das Auftreten von OP-Narben, Nervenschäden usw. Dementsprechend wichtig sind natürlich auch konservativ-vorbeugende Maßnahmen wie Bewegung und Kompression.


Was ist eine thermische Krampfaderverödung / Hitzeverödung / Heißdampf-/Laser- / Radiofrequenz(RF)-Behandlung?

Hier wird ein Katheter in die Vene geschoben, der diese durch Hitze von innen „verkocht“. Dies geschieht entweder mittels Heißdampf, Laserstrahlen oder der sogenannten Radiofrequenzablation. In jedem Fall wird der Einmalkatheter an ein dampf- oder stromerzeugendes Gerät angeschlossen und durch die Vene gezogen.


Welche Methoden zur Krampfaderentfernung bieten Sie in der OpernPraxis an?

Große Krampfadern und Stammvenenleiden behandle ich mit Hilfe ultraschallgezielter endovaskulärer nichtthermischer Techniken, welche ich in meiner Ordination als erster Arzt im Süden Österreichs seit 2015 durchführe. Deren Fachbezeichnungen lauten Cyanoacrylatsklerosierung bzw. Mechano-chemische Ablation (MOCA). Krampfadern und Besenreiser werden in unserer Praxis mittels Schaumsklerosierung (UGFS) behandelt.


Warum bieten Sie keine Hitzeverödung an?

RF, Dampf und Laser sind korrekt angewandt sehr erfolgreich, haben aber den potentiellen Nachteil, dass sie umgebende Weichteile mitverkochen können: so kann es zu Verletzungen der Haut, des Bindegewebes und der Hautnerven kommen. Um dieser Komplikation vorzubeugen, wird vor dem Eingriff immer eine sogenannte „Tumeszenz-Anästhesie“ durchgeführt, wortwörtlich übersetzt etwa „Anschwellungs-Betäubung“. Dies geschieht folgendermaßen: Entlang der Vene wird ein Gemisch aus Kochsalzlösung und Lokalanästhetikum über, unter, links und rechts in das Gewebe gespritzt. Dies bildet ein wichtiges Schutzpolster und ist der absolut wichtigste und aufwendigste Teil der thermischen Therapie. Er erfordert Geduld, Erfahrung und vor allem eine Menge Hautstiche. Trotzdem kann es Bereiche im Verlauf der Vene geben, welche lagebedingt selbst von erfahrenen Anwendern nicht geschützt werden können. Hierzu gehören vor allem knochen- und nervennahe Regionen im inneren Unterschenkel, Knie und Knöchel. Aber auch am Oberschenkel kann es vor allem zu Nervenschäden kommen. Der von diesem Nerven versorgte Hautabschnitt kann sehr lange „taub“ bleiben.

Aufgrund der oben genannten möglichen Komplikationen habe ich mich bewusst dazu entschlossen, in der OpernPraxis auf thermische Methoden zu verzichten. Außerdem gibt es bereits viele gute Anbieter dieser Behandlungsart. Mein Anliegen ist es vielmehr, die weniger bekannte aber sehr sichere und elegante nichtthermische Anwendung zu etablieren.


Was ist denn MOCA?

Unter mechano-chemischer Ablation (MOCA) versteht man den minimal-invasiven Verschluss selbst großer Krampfadern und insuffizienter Stammvenen ohne einen einzigen Hautschnitt oder Hitzeeinwirkung. Somit ist diese sehr sichere und wissenschaftlich bewährte Technik die schonendste Alternative zur operativen Krossektomie, Stripping und Hitzeverödung.


Behandeln Sie auch schwere Fälle und offene Beine?

Ja, meine Techniken funktionieren bei offenen Beinen besonders gut! Voraussetzung ist die genaue Abklärung und der Ausschluss von Schaufensterkrankheit oder Thrombosen der tiefen Beinvenen. Beides ist in meiner Praxis ultraschallgezielt schnell und schmerzlos möglich.


Was ist eine nichtthermische Verödung?

Mit Hilfe dieser modernen Mikrotherapie kann selbst die größte Hautvene ohne Operation oder Hitzebehandlung verödet werden. Meist reicht ein punktförmiger Zugang aus, um das gesamte Bein zu behandeln. Eine Narkose oder ein Krankenhausaufenthalt, langes Tragen von Verbänden oder große Blaue Flecken nach dem Eingriff entfallen.


Welche Arten der nichtthermischen Krampfaderbehandlung bieten Sie an und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Derzeit biete ich drei hitzelose Verödungstechniken an, um Ihre Stammvene schmerzlos, ambulant und ohne Operation zu verschließen. Die Produkte heißen Clarivein, Venaseal und Flebogrif. Alle drei Medizinprodukte sind international etabliert und wissenschaftlich getestet. Alle drei funktionieren im Prinzip ähnlich: Immer wird ein spezieller Katheter in Ihre Rosenvene gebracht, um sie durch Kombination zweier Prinzipien erfolgreich und dauerhaft zu veröden.

1. Sklerosierung

Möglicherweise haben Sie schon von der Schaumsklerosierung gehört: Dabei wird ein Verödungsmittel mit Luft gemischt. So entsteht ein Schaum, welcher in Abständen von mehreren Zentimetern in die Vene gespritzt wird. Das Blut kann nicht mehr passieren und die Vene wird verklebt/verödet/“sklerosiert“. Der Begriff bedeutet wortwörtlich „aushärten“. Das ist auch einer der beiden Nachteile dieser Technik: Während Besenreiser und kleine Hautvenen ausgezeichnet rückstandslos sklerosierbar sind (auch ich wende diese Methode bei kleinen Venen und Besenreisern an), benötigen große Venen wie Ihre Rosenvene eine entsprechend große Schaummenge. Dies kann zu spürbaren langen Strängen unter der Haut führen, welche tastbar sind, bei schlanken PatientInnen sichtbar sind und nicht mehr verschwinden. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Schaum nicht immer in der großen Vene bleibt, was im schlimmsten Fall zu Beckenthrombosen, Lungenembolien oder äußerst selten zu Schlaganfällen führen kann. In den meisten Fällen passiert aber nichts Schlimmes, der Schaum wird ohne Beschwerden im Körper aufgelöst. Allerdings bleibt dann die Vene offen, die Therapie war also erfolglos und muss wiederholt werden! Studien haben gezeigt, dass die alleinige Schaumsklerosierung einer großen Rosenvene weit weniger erfolgreich ist als die Operation oder die oben beschriebenen thermischen Verfahren.

2. Verringerung des Durchmessers

Vor knapp zehn Jahren konnten amerikanische Wissenschaftler zeigen, dass die Schaumsklerosierung auch bei großen Venen sehr sicher und genauso erfolgreich sein kann wie die Operation oder „Verkochung“: sie bedienten sich dabei eines genialen Tricks: ein besonders dafür entwickelter Katheter wurde in die große Vene eingeführt und zum Rotieren gebracht. Dadurch wurde die Venen-Innenwand „gekitzelt“. Und genauso wie jemand der gekitzelt wird, reagieren auch die Venen, welche auch zum Teil aus Muskeln bestehen: sie zucken zusammen! Das bedeutet also, das sich die Vene durch eine gezielte Reizsetzung wie eine Mimose zusammenzieht (man spricht vom sog. „Spasmus“). Wenn das richtig gemacht wird, verbleibt die Vene für mehrere Minuten in diesem Zustand, danach entfaltet sie sich wieder. Kitzeln alleine reicht also nicht, um sie zu veröden. Deshalb wird in der Zwischenzeit der oben beschriebene Schaum durch den Spezialkatheter in die Vene gespritzt. Es braucht natürlich viel weniger „Klebstoff“, um die zusammengezogene Vene zu verkleben, der Schaum wandert nirgendwo hin und die Vene bleibt dauerhaft verklebt, ohne einen Strang zu bilden. Das ist das weltweit etablierte Clarivein-Prinzip. Flebogrif ist ein neueres, ebenso erfolgreiches Verfahren, bei welchem mit einem etwas anderen Katheter „gekitzelt“ wird, selbstverständlich wird auch hier gleichzeitig mit Schaum geklebt. Daher ist dieses Verfahren für Sie wesentlich günstiger. Venaseal ist auch ein Katheter, bei welchem aber ein anderer Klebstoff abgegeben wird und ich mit der Hand von außen die Vene zudrücke.Von Fall zu Fall hat jede dieser Therapien besondere Stärken.


Behandeln Sie auch kleine Krampfadern und Besenreiser?

Ja.


Welches Verödungsmittel/Sklerosans verwenden Sie in der Ordination für Gefäßtherapie?

Je nach Indikation verwende ich generell Aethoxysklerol in verschiedenen Dosierungen in flüssiger Form oder als Schaumgemisch.


Warum verwenden Sie kein/e hypertone Kochsalzlösung/hypertone Glukose-Salzlösung/Natrium-Salicylat/Äthanol/STS/… ?

Kurz gesagt hat das von mir verwendete Medikament das beste Nutzen-Risikoverhältnis. Zudem ist das Mittel bei korrekter Anwendung im Gegensatz zur (ebenfalls risikoarmen) Kochsalzlösung schmerzfrei.


Mir wurde gesagt, meine Besenreiser sind zu fein um mit Schaum sklerosiert zu werden. Gibt es da eine andere Lösung?

Ja, mit Hilfe der Transilluminationstechnik (einem speziellen Auflichtgerät) können unter Vergrößerung versteckte Nährvenen zur Verödung kleinster Besenreiser aufgesucht werden. Diese Methode wird bei mir routinemäßig angewendet.


Wie viele Sitzungen benötige ich?

Das hängt stark vom Ausmaß Ihrer Erkrankung ab. Krampfadern und Besenreiser sind Teil eines chronischen Geschehens. Meist können selbst ausgedehnte Befunde auf beiden Beinen im Zuge einer Behandlung und einer Nachkontrolle therapiert werden.

Daher vereinbaren wir vor Beginn der Behandlung ein Therapiekonzept zur Abschätzung und Planung, um ein ideales Ergebnis zu erzielen.


Wie groß ist die Gefahr von Hautnekrosen/Hyperpigmentierungen/Venenthrombosen/Schlagaderverschlüssen nach der Behandlung?

Der Schwerpunkt meiner Ordination liegt auf der größtmöglichen Sicherheit. Dies beginnt bei der genauen Abklärung und sonografischen Gefäßdiagnostik vor einem Eingriff. Ein weiterer Aspekt ist die Auswahl der schonendsten verfügbaren Verfahren. Beispielsweise ist die MOCA-Behandlung über dem Knöchel wesentlich sicherer als eine Hitzeverödung oder eine Operation. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass ich selbst kleine Krampfadern unter sonografischer Kontrolle behandle – damit vermeide ich einerseits die Fehlbehandlung (das Verödungsmittel ist im Ultraschallbild sehr gut sichtbar und wird nicht neben die Vene gespritzt, somit werden Hautnekrosen und irrtümliche Schlagaderverschlüsse vermieden), andererseits stelle ich sicher, dass die wichtigen tiefen Venen geschont werden (deutlich verringertes Thromboserisiko). Die bestmögliche Vermeidung von Verfärbungen geschieht durch richtige Anwendung, Dosierung, Kompression und Nachbehandlung.


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